Rudolf Steiner hat in seinen Hinweisen zur spirituellen Entwicklung folgende „Goldene Regel“ formuliert:

Deshalb muß jeder, der Geheimnisse über die menschliche Natur… sucht, die goldene Regel der wahren Geheimwissenschaften befolgen. Und diese goldene Regel ist: wenn du einen Schritt vorwärts zu machen versuchst in der Erkenntnis geheimer Wahrheiten, so mache zugleich drei vorwärts in der Vervollkommnung deines Charakters zum Guten.

Steiner hat vor 100 Jahren darauf hingewiesen, worin eine große Gefahr unseres jetzigen Zeitalters liegt, das sich auch in diesem Zitat zeigt: Wir erleben eine rasante technologische Entwicklung und unsere moralische Entwicklung geht praktisch nicht voran, geschweige denn dass sie Schritt halten kann.
Auf Dauer, so Steiner, bedeutet das den Verlust der Menschlichkeit gegenüber der Roboterisierung, damals noch Technologisierung. Darin sah er die ganz große Gefahr.

Das ist nun auch heute ins Bewusstsein getreten – immerhin 100 Jahre danach. So berichtet die SZ am 29.6.2018 unter „Sorgen von Morgen“:

Von Künstlicher Intelligenz bis Gentechnik: Ethiker versuchen, mit dem Tempo der Forschung mitzuhalten. Wie viel Raum bleibt da noch für Grundsatzfragen der Menschenwürde?

Es wird hingewiesen auf einen „skurilen Dialog von Angela Merkel mit Sophia,. dem Roboter“. Ich kann nur jedem empfehlen, sich Sophia einmal anzuhören und die Begeisterung der Menschen über den Dialog mit diesem Roboter:

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=dMrX08PxUNY

 

Die Gefahr, die hier beschreiben wird ist die, dass der Mensch durch den Roboter verändert wird!
Es geht auch um die Veränderung des Menschen durch Gentechnik. Es geht um die Verschmelzung von Computer und Mensch. Das ist heute bekannt unter dem Stichwort „Transhumanismus„. Hier dazu einfach einmal reinschauen.

Dann geht es darum, wie der Ethikrat in Deutschland nach Lösungen sucht, dieser Entwicklung gerecht zu werden.
Hier können wir aus wissenschaftlicher Sicht nur sagen:

Frage einmal, woher du eigentlich „Ethik“ nehmen willst! Denn früher kam alle Ethik aus den Religionen. Dazu wurden sie geschaffen. Im Zeitalter der FreiheitZeitalter der Bewusstseinsseele -, geht das natürlich nicht mehr, greift nicht mehr. Woher dann Ethik nehmen? Aus der Philosophie? Von welcher der 1000 Philosophien? Aus der Psychologie? Von welcher der 1000 Psychologien? Aus der Naturwissenschaft? Die Naturgesetze kennen keine Ethik!
Was bleibt für den normalen Menschen des Ethikrates übrig? Die Parteiprogramme! Was denn sonst? Aber von welcher Partei? Woher sollen Mitglieder des Ethikrates ihre Kompetenz nehmen? Haben sie nicht zugestimmt, dass dem lebendigen Menschen Organe aus dem Leib geschnitten werden dürfen („Organspende“!). Das nennen sie dann Ethik.

Ethik kann heute nur aus derselben Quelle kommen, aus der sie schon immer kam: aus dem Göttlichen. Nur früher wurde das Göttliche über die großen Eingeweihten gegeben und das war OK: Jetzt aber muss jeder Einzelne das Göttliche in sich suchen und die Ethik von dort ergreifen. Es gibt keinen anderen Weg mehr. Dazu kam die Geisteswissenschaft, Einweihungswissenschaft, Geheimwissenschaft, Spirituelle Wissenschaft, Anthroposophie in die Welt.

Zuerst hat Rudolf Steiner in seiner „Philosophie der Freiheit“ die Grundlagen der neuen Ethik beschrieben und dann in seiner Wissenschaft die spirituellen Tatsachen dazu.

Solange sich Personen eines Ethikrates sich nicht um die sprirituellen Grundlagen ihrer Arbeit kümmern, kann daher nichts Vernünftiges herauskommen. Harte Worte, aber für mich einfach Tatsachen, wissenschaftliche Tatsachen. Und wir müssen die Dinge endlich beim Namen nennen.

 

 

Moral und Intelligenz im Roboterzeitalter

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