Schon vom neuesten „Fact“ gehört? Postfact, Fakefact, Truefact, was auch immer: Kelten aus Irland und Schottland haben beschlossen, ihr ursprüngliches Land wieder in Besitz zu nehmen, aus dem sie kamen: Bayern. Das Beispiel Israel hat sie aninmiert. „Wir wollen unser Land wieder haben und unsere Religion wieder ausüben,“ so einer der Vertreter des „Celtic Movement“.„Wir haben verstanden“, so weiter der Ton, „dass es in der heutigen Zeit möglich ist, ein Land zu besetzen, es wieder als sein Eigentum zu übernehmen und die darin lebende Bevölkerung zu vertreiben, wenn nötig.“ Man werde jetzt die entsprechenden Mächte konsultieren, vor allem Amerika und England, die hätten darin Erfahrung, und man würde die Unterstützung für die Errichtung eines „keltischen Staates“ auf bayerischem Boden einfordern. Gegebenenfalls würde man sich mit Oberbayern begnügen.

Es könne ja nicht sein, dass nicht gleiches Recht für alle gelte. Wenn schon die Juden ihren eigenen Staat bekämen und die Palästinenser ausschließen können, sogar mit Terror und Waffengewalt wie damals in den Vierzigerjahren, und nun auch mit einem „Nationalstaatsgesetz“, das nur jüdische Bürger zu echten Bürgern mache, dann müssten auch die Kelten ein solches Recht bekommen. Bayern sei nun einmal die uralte Heimat der Kelten und die müsse man sich jetzt zurückholen.

Lustig, nicht wahr? Lustig? Die Welt hat damals im nahen Osten eine solche Landübernahme zugelassen, die zu Kriegen, Dauerspannungen, Dauergewalt geführt und sich nun in einem solchen israelischen Gesetz zeigt. Die Drusen, eine eigene Religionsgruppe, gehen deshalb auf die Straße und 100.000 Israelis demonstrieren gegen die Regierung. Doch diejenigen, die es vertreten, sind eisern. Sie kommen ja auch aus den israelischen Geheimdiensten: Avi Dichter, ehemaliger Geheimdienstef und Amir Ohana, ehemaliger Mitarbeiter des inländischen Geheimdienstes Schin Bet, der sagt:

Israel ist ein jüdischer Staat und alle Juden sind willkommen.

Man stelle sich einmal vor, die AfD würde sagen:

Deutschland ist ein deutscher Staat und alle Deutschen, aber nur die christlichen Deutschen sind willkommen.

Man höre den Aufschrei in den deutschen Medien, vor allem auch der jüdischen Mitbürger, die vom Wiedererwachen des Nazis-Statates sprechen würden. Aber Israel darf das.

Vor zwei Tagen gab es eine sehr berührende Sendung auf ARD: „Kulenkampffs Schuhe“. Darin wurde über das Fernsehen und die Quiz-Sendungen mit Kulenkampff und Rosenthal berichtet. Das sehr Menschliche an der Sendung waren die Informationen über diese beiden Größen des deutschen Nachkriegsfernsehens. Kulenkampff war Soldat an der Ostfronst und hatte sich selbst vier erfrorene Zehen abgeschnitten – daher der Titel. Und Rosenthal war Jude, der zwei Jahre versteckt gelebt und überlebt hatte, während sein Bruder verschleppt und ermordet wurde.

Es war interessant, wie Rosenthal berichtete: „Vor den Nationalsozialisten war ich jüdischer Deutscher neben evangelischen und katholischen Deutschen, dann wurde alles anders.“
Wenn man die spannende Frage stellt, was eigentlich jüdisch ist, dann wird man eventuell keine klare Antwort bekommen. Denn bei Rosenthal war klar, dass seine Religion das Judentum war, seine Nationalität aber das Deutschtum. Denn Deutschtum ist an keine Religion gebunden. Doch in Israel wurde klargestellt, was man dort unter „Judenum“ versteht: ein Volk und eine Religion in einer Einheit. Und deshalb ist Israel ein Religionsstaat, in dem nur der Mensch die vollen staatlichen Rechte hat, der auch dieser Religion angehört. Wer aber das Volk ist, ist dabei die Frage, denn die meisten Juden heute sind Nachfahren des Volkes der Khasaren, ein Turkvolk aus Zentralasien, das vor ca. 1000 Jahren geschlossen zum Judnetum übergetreten ist. Also von altem oder einheitlichen Volk kann keine Rede sein. Es ist also letztlich ein echter, waschechter Religionsstaat. Welchem Volk man angehört, ist egal.

Die Palästinenser reden daher von „Rassismus“ und auch „Faschismus“, und der drusische angesehene Wissenschaftler Amir Khnifess ging sogar mit Fäusten auf Avi Dichter los.

Das Problem, das wir hier alle haben ist, dass wir nicht unterscheiden zwischen

  • Volk
  • Staat
  • Nation
  • Rasse
  • Religion.

Die Drusen sind keine Rasse, die Palästinenser auch nicht. Und wenn jemand hier fremdenfeindlich ist, muss er nicht rassistisch sein. Rassen gibt es nur einige wenige, Völker gibt es viele, Nationen gibt es unterschiedlicher Art, Staatsnation (Frankreich) und Kulturnation (Heilige Römische Reich Deutscher Nation), Religionen gibt es noch mehr und Saaten gibt es i  zahlreichen Variationen mit mehreren Völkern und Rassen udn Religionen.

Israel aber ist eine Besonderheit, ein Staat, der nur eine Religion zulässt – mit den vollen Rechten. Alle anderen Bewohner des Territoriums, das auch beständig gesetzeswidrig ausgeweitet wird (Westjordanland), werden als „niedere“ Bürger verstanden. Wenn das keine absolute Menschenfeindlichkeit ist, weiß ich nicht, was es sein soll. Die Juden pochen aufgrund ihrer Shoah darauf, dass sie das Recht hätten, ihr Land zu besetzen und die Palästinenser zu vertreiben. So wie es die fiktiven Kelten jetzt mit Bayern vorhaben.

Die Fragem die wir uns stellen müssen, ist doch die: Welche Kraft, welche Macht und auch welche spirituelle Macht hat ein Interesse, durch eine kleine Elite, die eventuell mit dem eigentlichen Judentum gar nichts am Hut hat, eine solche Unruhe in der Welt zu schaffen? Und woher kommt diese Macht, denn sie ist nicht gering? Und was hat sie noch vor? Und was ist unsere Aufgabe dabei? Zuschauen? Schweigen?

 

Kelten besetzen Bayern – berechtigte Landübernahme?
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Ein Gedanke zu „Kelten besetzen Bayern – berechtigte Landübernahme?

  • 25. Oktober 2018 um 13:30
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    Ja und hier im Osten haben die Slawen gelebt. Dann kamen die Besatzer über die Elbe. Also hier müssen wir jetzt die Wohnungen räumen weil die neuen Herren bestimmt bald überglücklich grinsend eintreffen. Gleiches Recht für alle. Danke für den Artikel !

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