Unter dem Titel „Hitlerliebe“ erschien in der SZ am 21. Juli ein Artikel über die 90jährige Ursula Haverbeck, die wegen der Leugnung des Holocaust nun im Gefängnis sitzen muss.
Herr Professor Norbert Frei schreibt darüber, dass die Leugnung des Holocaust keine Meinung sei, sondern ein Straftatbestand.Ich habe mir wieder erlaubt, einen Leserbrief zu schreiben in der ziemlich sicheren Annahme, dass die SZ ihn nicht veröffentlichen wird. Also tue ich es wieder hiermit auf dieser Seite:

 

„Hitlerliebe“, 21.7.2018

Sehr geehrte Redaktion, sehr geehrter Herr Professor Frei,

wunderbar passend und unpassend ist der Nachname des Autors: „Frei“.
Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, der die BRD zugestimmt hat, sagt in Artikel 19:

„Jeder hat das Recht auf Meinungsfreiheit und freie Meinungsäußerung; dieses Recht schließt die Freiheit ein, Meinungen ungehindert anzuhängen sowie über Medien jeder Art und ohne Rücksicht auf Grenzen Informationen und Gedankengut zu suchen, zu empfangen und zu verbreiten.“

Dieses Recht ist im deutschen Grundgesetz wie folgt verabschiedet im Artikel 5,1:

„Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten.“

Wenn jemand die Meinung hat, dass der Holocaust nicht stattgefunden hat oder die Erde eine Scheibe ist, dann ist das seine Meinung. Da kann auch ein anderes Gesetz nichts daran ändern.
Dass in der BRD eine Meinung als Straftatbestand behandelt wird, egal welche Meinung, ist Bruch mit den Menschenrechten und dem Grundgesetz.
Da hilft auch leider die Meinung von Professor Frei nichts, dass die Meinung von Frau Haverbeck keine Meinung sei, sondern ein Straftatbestand.
Wenn das ein Straftatbestand ist, dann hat sich die BRD selbst über die Menschenrechtskonvention und das Grundgesetz gestellt.
Deshalb ist die Aussage von Herrn Professor Frei:
„Doch den Holocaust zu leugnen ist keine Meinung. Es ist ein Unrecht, auf das in Deutschland Strafe steht“ falsch!
Korrekt muss es heißen:
„Doch den Holocaust zu leugnen ist eine Meinung. Und diese Meinung frei zu äußern darauf steht in Deutschland Strafe.“

Mit besten Grüßen

Axel Burkart

Hitlerliebe – zur Straftat von Frau Haverbeck
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2 Gedanken zu „Hitlerliebe – zur Straftat von Frau Haverbeck

  • 24. Juli 2018 um 12:45
    Permalink

    Der Leuchter-Report – Ende eines Mythos
    Im August 1992 wurde Ernst Zündel freigesprochen (Verbreitung falscher Nachrichten). Inzwischen geht es um die Verbreitung von Rassenhaß. Warum soll was erreicht werden?

    Antworten
    • 31. Juli 2018 um 15:20
      Permalink

      Hass ist die Kraft Ahrimans. Diese Kraft wird auf rechter wie linker Seite geschürt, um die Menschen abhängig und unfrei zu machen, abhängig vro allem von ihren Emotionen. So arbeiten die geistigen Dunkelmächte. Doch gäbe es den Hass nicht, wie könnten wir ihn überwinden? So muss der Hass sein und heute sind wir extrem herausgefordert, selber den Hass zu überwinden, weil die Kräfte so massiv sind.

      Antworten

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