Sehr geehrter Herr Herzog,

danke für die offene Kritik zu meinem Beitrag! Ich habe ja geschrieben, dass ich die Gefahr eingehe, mir keine Freunde zu machen.
Doch es geht mir nicht um die inhaltliche Verteidigung von Frau Haverbeck, lesen Sie genau! Es geht mir darum, dass wir in Deutschland ein Gesetz haben, dass eine Suche nach Wahrheit per Gesetz unter Strafe stellt! Daher das Zitieren aus dem „Hohelied“.

 

Dieses Gesetz geht gegen das, was Platon und Aristoteles als „Wahrheitsliebe“ – „philaletes“ – bezeichnet haben. Was mit diesem Gesetz geschieht, das haben bereits Forschungen im Schriftstellerverband gezeigt: die Schriftsteller trauen sich nicht mehr, frei zu schreiben. Das ist Meinungsdiktatur und das hat Rudolf Steiner vor 100 Jahren bereits gesagt:

„Es wird gar nicht lange dauern, wenn man das Jahr 2000 geschrieben haben wird, da wird nicht ein direktes, aber eine Art von Verbot für alles Denken von Amerika ausgehen, ein Gesetz, welches den Zweck haben wird, alles individuelle Denken zu unterdrücken.“ 4.4.1916

Deshalb sehe ich in keiner Weise, dass meine Gedanken gegen die Anthroposophie gehen oder diese sogar angreife, wie Sie meinen! Da muss ich mich entschieden dagegen wehren. Es ist ja in der anthroposophischen Bewegung üblich, ganz schnell jemand zu kritisieren. Das aber geht gegen die Anthroposophie, denn Vorurteile sind nun einmal etwas, was Rudolf Steiner sehr empfohlen hat, zu überwinden. „Gesunde Urteilskraft“ ist das Ziel nach Steiner. Und diese ist nicht einfach.

Und Rudolf Steiner war derjenige, der die Hintergründe des 1. Weltkrieges aus den Machenschaften der Geheimgesellschaften aufgezeigt hat und notorisch für die Wahrheit eingetreten ist, was dazu geführt hat, dass er von allen Seiten angegriffen wurde. Als Anthroposoph hat man sich zu fragen: „Was würde Steiner heute dazu sagen?“ und noch wichtiger: „Was sagt der Christus in mir?“

Was würde der Christus zu Frau Haverbeck sagen? Diese Frage haben Sie sich zu stellen, wenn Sie Anthroposoph sind oder sein wollen, Herr Herzog. Der Christus hat die Ehebrecherin nicht verurteilt! Er hat uns sogar gesagt:

„Richtet nicht, auf dass Ihr nicht gerichtet werdet“.

Und wir wissen, warum er das gesagt hat: Weil er der Herr des Karmas ist! Vergessen?
Sie verurteilen und richten Frau Haverbeck und mich. Daher müssen Sie sich fragen, ob Sie damit im Sinne des wahren Christentums und im Sinne der wahren Anthroposophie denken und handeln. Und diese Frage muss sich jeder stellen, der gerne Anthroposoph sein will. Dann kann man gesund beurteilen, ob etwas gegen die Anthroposophie geht oder nicht.
Was ich verteidigen will und da werde ich niemals nachgeben, ist das Recht auf eine freie Meinungsbildung und freie Meinungsäußerung. Und diese sind in der Menschenrechtscharta der UNO niedergelegt und in unserem Grundgesetz. Das sind die Tatsachen und dagegen verstößt das Gesetz über die Verurteilung von Holocaustleugnern.

Rudolf Steiner hat klar aufgezeigt, dass die offizielle Geschichtsschreibung über den 1. Weltkrieg eine Lüge ist! Das müssten sie wissen. Das ist mittlerweile auch bereits sehr deutlich historisch belegt (z. B. Buch: „Verborgene Geschichte“). Und was geschieht heute in der „offiziellen“ anthroposophischen Bewegung? Es werden Leute wie THomas Meyer in Basel oder viele andere als „Verschwörungstheoriker“ verunglimpft. Diese offizielle Bewegung heute geht teilweise so massiv gegen Steiner vor, wie bereits zu seinen Lebzeiten, wie er es selber oft genug gesagt hatte.
Wir können daher zu 100 % davon ausgehen, dass es bei der Geschichte des 2. Weltkrieges ebenso der Fall ist, dass hier massiv gelogen wird (siehe unter vielen das Buch „Der Krieg, der viele Väter hatte“). Ebenso ist klar, dass die offizielle Geschichte von 9/11 ein Fake ist. Doch bei all diesen Themen ist bis heute eine offizielle Wahrheitssuche unterdrückt.

Rudolf Steiner hat die Anthroposophen als die „Hüter des Zeitgeschehens“ bezeichnet und das bedeutet nicht zu verurteilen, sondern sachgerecht wahrzunehmen und zu urteilen. Das tun Sie leider nicht, Herr Herzog und ich bemühe mich zumindest darum – ganz bewusst. Das mir das nicht immer gelingt, ist klar.

Ja, Frau Haverbeck ist eine notorische Holocaustleugnerin. Sie hat eine Meinung und verteidigt sie. Das ist mutig, denn sie wusste, dass ihr Gefängnis droht. Wer von uns hat den Mut, seine Meinung so zu verteidigen, egal ob sie wahr ist oder nicht? Freiheit des Menschen bedeutet Freiheit und die freie Meinung steht bei Steiner an erster Stelle, das müssen Sie als „Anthroposoph“ wissen. Und das ist es, was ich verteidige. Es würde mich daher sehr freuen, wenn unter Anthroposphen diese Haltung und Übung der gesunden Urteilskraft mehr Enzug halten würde. Ich vermisse diese sehr und oft. Da ist oft so viel Dogmatismus da. Und genau das hat die Anthroposophie in der Öffentlichkeit so in Verruf gebracht, wie auch schon zu Lebzeiten Steiners.

Ich hoffe, dass diese Antwort in diesem Sinne sachlich ist und doch deutlich.

Haverbeck und kein Ende – Antwort auf einen kritischen Kommentar
Markiert in:                     

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich akzeptiere

​Am Ball bleiben!

​Sie möchten ​neue Beiträge bequem per Email? Dann tragen Sie sich in den Verteiler ein!

envelope

​Das Abonnement ​gilt nur für ​neue Beiträge vom Axel Burkart-Blog.