Nun kommen wir zum Mysterium „Logos“. Was meinten die Griechen mit dem Begriff? Er wird
beispielsweise mit „vernünftige Rede“, „Vernunft“, „Weltvernunft“ übersetzt. Martin Luther
benutzte „Wort“ in seiner Übersetzung des Neuen Testaments.
Heraklid übersetzte es als das Prinzip, das Ordnung im Universum schafft. Naturwissenschaftler
würden sagen: „Das sind die Naturgesetze“. Das ist auch richtig, denn der Logos ist die
Gesetzmäßigkeit des Universums, der vernünftige Weltengeist. Diese reale Kraft, die im Universum
wirkt, wirkt auch in uns, und zwar in der Logik, denn folgerichtiges Denken ist gesetzmäßiges Denken.
Wir können die Naturgesetze, die draußen wirken, in uns nachvollziehen. Das ist das große
Geheimnis des logischen Denkens.
Ist das nun eine wissenschaftliche Aussage? Wir können es jetzt selbst überprüfen: Wir haben unser
Denken exakt beobachtet, haben daraus eine Theorie gefolgert mithilfe unserer Schlussfolgerungen,
und das Experiment oder die Überprüfung des Wirken der Logik ist schon längst bewiesen,
beispielsweise durch die Technik, die vom Menschen entwickelt wurde. Es kann nur jeder selbst
diese Aussage überprüfen, und zwar mit dem eigenen Logos, den wir ständig benutzen.
Durch den Logos können wir die Wahrheit finden, deshalb können wir ihn auch den Wahrheitsgeist
nennen. Im Johannes-Evangelium heißt es: „Am Anfang war der Logos und der Logos war bei Gott

und der Logos war Gott“. Diese ordnende Kraft ist also ein Teil von Gott! Somit können wir Gott zu
einem Teil definieren.

Ein göttliches Geheimnis in unserem Denken

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