Hier noch ein Leserbrief und der Hinweis auf sehr deutliche Reaktionen der Leser

Per Mail an Redaktion Süddeutsche Zeitung Hultschiner Straße 8 81677 München
Betreff: Seite Drei – Artikel „Heil“ von Peter Richter vom 27./28.10.2018

Sehr geehrte Damen und Herren,

nun mache ich mir ernsthaft Sorgen um die Qualität ihres Blattes. Ich bin entsetzt über diesen Artikel auf der prominenten Seite 3. Hier wird einer der größten Geisteswissenschaftler unserer Zeit in einer unsachlichen und diffamierenden Art und Weise behandelt, dass ich mich sogar persönlich diffamiert und „angegriffen“ fühle. Da ich mich persönlich mit den geisteswissenschaftlichen Arbeiten Rudolf Steiners auskenne, bin ich zutiefst entsetzt über die Ausführungen von Herrn Richter und von dem zitierten Reiner Stach. Reiner Stach möge sich bezüglich F. Kafka vielleicht auskennen, aber bezüglich R. Steiner sollte er und Peter Richter sich aufgrund ihrer Unkenntnis und Unverständnis der Dinge zurückhalten mit irgendwelchen Vermutungen, Unterstellungen und unqualifizierten Behauptungen.
Da ich mich zu diesem Thema recht gut auskenne und dann lese, welcher Schund und Schmarn hier behauptet wird, ist mein Vertrauensverhältnis zur Süddeutschen Zeitung nun zutiefst und nachhaltig erschüttert. Wie soll ich nun ihrem Blatt noch vertrauen können bezüglich Themen, in denen ich mich nicht so gut auskenne, wenn sie hier in diesem Artikel solche Lügen, Unsachlichkeiten und Verleumdungen verbreiten. Ab jetzt wundere ich mich nicht mehr, dass ein Donald Trump von Fake News spricht und Menschen auf die Straße gehen und „Lügenpresse“ rufen. Sie haben für mich nun einen Beweis für einen solchen „Lügenartikel“ erbracht. Pfui, pfui, pfui kann ich da nur sagen.
In ihrem Artikel wird der Mensch R. Steiner und sein Lebenswerk aufgrund der offensichtlichen Inkompetenz der Autoren diffamiert und entwürdigt, ein Mensch, der eine ursachenorientierte (nicht symptomorientierte) Medizin begründet hat, die ökologischen biologische Landwirtschaft ins Leben gerufen hat, eine den Entwicklungsstufen des Kindes gerechte Pädagogik entwickelt hat und der die Soziale Frage wissenschaftlich beantwortet hat. Jawohl, R. Steiner hat die Soziale Frage beantwortet, darüber sollten sie mal sachlich fundiert u.a. auf der prominenten Seite 3 berichten, das wäre ein zukunftsorientiertes Thema, das das Wesentlichste überhaupt ist für unser zukünftiges wirtschaftlich- gesellschaftliches Miteinander im Sinne von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit!
Nicht mehr hochachtungsvoll nur mit freundlichen Grüßen

Oliver S. Voßler
Dipl.-Ing. Oliver S. Voßler Brunnenhaldestraße 20 73560 Böbingen an der Rems 07173 91 55 58 oliver.vossler@web.de

Weder meinen Leserbrief noch den von Oliver hat die SZ veröffentlicht. Doch eine ganze Reihe von Briefen hat sie veröffentlicht. Alle waren sehr deutlich gegen den Artikel „Heil“ gerichtet! Es gab keinen einzig zustimmenden Beitrag. Das erfreut zumindest sehr. Es zeigt, dass die Menschen hier ganz anders denken als die Mainstream-Presse!

21.11. Leserbrief SZ – die Reaktion

10 Gedanken zu „21.11. Leserbrief SZ – die Reaktion

  • 21. November 2018 um 15:42
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    Schon aufschlußreich: „…wobei ich aber eben nicht denke, dass sie zwingend in einer andächtigen Haltung zu erfolgen hat“. Das ist ja die Grundfrage, in welcher Haltung wir uns einander und der Sache nähern sollten. Hier steht die berechtigte Forderung nach wissenschaftlicher Objektivität einem Weltbild gegenüber, in dem es weder Wahrheiten noch Grundsätze gibt, außer vielleicht dem Glauben, durch „Schärfe und Polemik“ zu irgendetwas kommen zu können.

    Womöglich nehmen die Autoren selbst nicht wahr, dass dieses als bereichernde Meinungsvielfalt verstandene Neben- und Durcheinander von herumfliegenden Gedankenfetzen sehr wohl tendenziös ist, nämlich getragen von kulturzerstörender Geistfeindlichkeit.

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  • 21. November 2018 um 15:42
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    Sehr geehrter Herr Burhart, ich hoffe sie bleiben bei ihrem Entscheid, die SZ nicht mehr zu abonnieren. Was in Deutschland in den Medien verbreitet wird kann nur noch als „unterirdisch“ bezeichnet werden. Es ist noch schlimmer als in der Schweiz, wo ich herkomme. Auch bei uns sind die Medien „vergiftet“, vor allem die angeblich linken. Ich denke, diese wurden geziehlt unterwandert, genauso wie in Deutschland die Gruene Partei mit Sicherheit unterwandert wurde. Zwischen Petra Kelly und Claudia Roth liegt ein ganzes Universum.

    Antworten
  • 21. November 2018 um 15:42
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    Lieber Herr Burkart!
    Kostenlose Public Relation auf Seite 3 –
    so könnte man den Geist, der stets das Böse will … auch hier interpretieren.
    Die Aussagen von Journalist Richter (nomen est omen?): gespalten wie am Ende Rumpelstilzchen.
    Weinen oder lachen? Am besten beten.

    Antworten
  • 21. November 2018 um 15:42
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    Hallo Axel Burkart!
    OK, die Ankündigung das Abo zu stornieren scheint schon etwas gebracht zu haben, eine halb entschuldigende Antwort zumindest. Wollen wir hoffen, dass es nicht nur an der wirtschaftlichen Frage (Abokündigung) liegt.
    Gut finde ich Ihren Hinweis, dass Sie selbst zu den Kritikern gehören. Wobei ich dem ersten Kommentator hier im Blog zustimme, dass da ein Weltbild mit dem Wahrheitsanspruch eines anderen kollidiert.
    Die Grundhaltung ist das reißerische Auftragen („normal“ heute, das). Das hat eben Methode und die Antwort des Autors ist denn auch verräterisch, was das betrifft: Er räumt ja – egal ob real betroffen oder gespielt – selbst ein, dass so manche Artikel der Süddeutschen (und anderer Publikationen) sehr ärgerlich sind. Auch wenn das als Beschwichtigung gemeint sein sollte, bleibt doch bestehen, dass es heute zum guten Ton gezählt wird, sich möglichst weit und aggressiv aus dem Fenster zu lehnen – Beifall eines zu Schadenfreude animierten Publikums einbegriffen.
    Wo geht das also hin und wie geht man damit so um, dass man nicht die Aggressionen durch gegenseitiges Aufschaukeln stärkt?

    Klare, sachliche Hinweise auf die einzelnen unzutreffenden Bemerkungen des Süddeutsche-Artikels scheinen mir immer noch das Beste zu sein. Zum Beispiel den, dass man von einigen nur apodiktisch verlautbarten Behauptungen schlichtweg nicht überzeugt ist. Und entsprechende Belege oder Beweise verlangt. Im Stile zum Beispiel vielleicht so: „Rudolf Steiners Anthroposophie ist also, wenn man Sie richtig versteht, eine bloße phantastische Schimäre? Aha, o.k. … Haben Sie das geprüft, oder vermuten Sie das eher aus dem Bauch heraus? Oder weil es andere behaupten? Jedenfalls überzeugt es nicht, weil eine Behauptung ohne gute Argumente nun mal nicht überzeugt. Und die immer wieder behaupteten materialistischen – teilweise auch theologischen – Ansichten werden eben durch ständige unhinterfragte Wiederholung nicht interessanter. Es könnte ja wahr sein, was Sie sagen: Nur müssten Sie da einmal offener an die anthroposophische Sache herangehen und sie wirklich in den Einzelheiten untersuchen. Und dann, was Sie herausgefunden haben, noch mal gut und genau formulieren.“

    Natürlich gibt es auch oberflächliches Annehmen der Anthroposophie und ihrer Errungenschaften. Das beste Beispiel gíbt der Artikelschreiber selbst, wenn er davon spricht, dass bei ihnen im Süddeutschen Verlag so manches Anthroposophische kursiert. Ein Süddeutsche Redakteur wie Andrian Kreye zum Beispiel war ja auch mal selbst Waldorfschüler. Schützt ihn und seine Kollegen natürlich nicht davor, salopp mit Gedanken und Aussagen über andere umzugehen. Das ist eine Frage der Kultur; das muss man wollen. Und das zu ändern ist jetzt gerade nicht der Zeitgeist (bei dem sich nach Goethe, die Zeiten im Geist der Herren selbst bespiegeln…). Kommt man also nicht aus? Man kann es ja zumindest versuchen.
    J. Fiedler

    Antworten
  • 21. November 2018 um 15:42
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    guten Morgen
    Ich lese gerade das Zitat von M Grandi: Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.

    es ist ein Zeichen des Wandels und der Erneuerung, wenn lichtvolle Entwicklungen erst mal bekämpft werden…..das ist doch positiv an diesem Dialog….!?

    betrachte ich die Nicht-Anerkennung geistiger Wissenschaften und neuer spiritueller Gedanken als Dogma, so ist dieses Dogma ein energetisches Feld, das erst mal weiterexistierend möchte…..alles hat ja Bewusstsein… Un nun kommen neue Gedanken und Handlungen des Lichtes , und „infiltrieren“ somit das dunkele Feld…..klar, dass es sich erst mal wehrt . Und es sucht sich ein Medium oder mehrere mit einer entsprechenden Resonanz, das dann als Kanal das Neue bekämpft…..

    durch den Leserbrief kommt viel in Bewegung, es werden neue Räume geschaffen, die dann, wie selbstverständlich, das Licht und das Leben in die dunklen Felder bringt, die sich dann auflösen…….auf Quantenebene verändert sich einfach die Schwingung der Photonen und Elektronen, aus denen alles besteht und somit schwingt das Kollektive Bewusstsein mit der Zeit immer höher……

    liebe grüße

    Antworten
  • 21. November 2018 um 15:42
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    Zum Artikel: Erstaunlicherweise beurteilen Personen das Lebenswerk und die Person von Rudolf Steiner aus einer Sichtweise, die der heute modernen Meinungsbildung unterliegt. Diese Meinungsbildung, die in aller Größe die scheinbare Demokratie trägt, die sogar ein wesentliches Grundfundament der Demokratie darstellt, ist aber wohl nicht recht viel mehr wie eine Art Modewelle. Wenn einmal etwas in Mode ist, so zeichnet diese mit ihren Extravaganzen viele Menschen. Modern scheint es deshalb auch zu sein, dass man Rudolf Steiner in der Öffentlichkeit kritisiert und zerreisst und dabei jegliche inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Lebenswerk und auch mit der Person unterlässt. Es ist wohl unmöglich, Rudolf Steiner ohne inhaltliche Auseinandersetzung zu erkennen, denn seine gesamten Aussagen wären nur dürftig durch die moderne Meinungsbildung erfassbar. Selbst wenn Reiner Stach nach allem Anschein viel von Rudolf Steiner gelesen hat und zu dem Ergebnis gelangt, es entstehen die Erkenntnisse über die emotionale Möglichkeit, muss man sich ernsthaft die Frage stellen, ob in dieser Aussage eine wirkliche inhaltliche Auseinandersetzung zu Tage tritt oder ob die Bewertung nicht letztendes aus einem völligen Unvermögen zum inhaltlichen Lesen entstanden ist und vielleicht aus persönlichen Gründen eine derartige Bewertung hervorbringt. Alles andere als Emotionen finden sich in Rudolf Steiners Lebenswerk. Vielleicht finden sich heute in esoterischen Zweigen viele Emotionen, aber wenn man Rudolf Steiner mit Auseinandersetzung begegnet, beginnen Emotionen zu schweigen und es werden Denkvorgänge angeregt. Die Eigenart, dass aber gerade bestimmte Personen zu derartigen gegenteiligen Bewertungen gelangen, ist immer wieder verblüffend, ja völlig verwunderlich und es kann wohl nicht übersehen werden, dass derjenige, der zu derartigen nicht zutreffenden Bewertungen gelangt, ein persönliches Problem in der Begegnung mit dem schriftstellerischen Werk von Rudolf Steiner entdeckt und es in seinen Kommentaren wiedergibt. Wie häufig ist es, dass auf ein hervorragendes Lebenswerk eine große Reihe von Projektionen ausgelöst wird und der einzelne Kritiker nicht wirkliche Kritik übt, Kritik, die ja durchaus unbedingt berechtigt sein darf und sogar wünschenswert ist, sondern sich selbst und seine eigene verschlossene emotionale Welt widerspiegelt. Im weitesten Sinne darf man wohl davon ausgehen, dass man ein Lebenswerk erst einmal lesen lernen muss und zu dieser Kunst des Lesens muss man seine eigene emotionale Welt zumindestens eine kleine Strecke zurück weisen. Bei einem Fehlen dieser Disziplin und der Fähigkeit des inhaltlichen Lesens entsteht allzuleicht die emotional subjektive Dominanz und man gibt in seiner Kritik nichts anderes wieder als seine eigene gebundene Innenwelt.
    Diese Problematik ist bei Reiner Stach wohl unübersehbar an den Tag getreten und der Schreiber des Artikels in der Süddeutschen Zeitung Peter Richter nützt die Gelegenheit, wohl auch aus persönlichen Interessen, seine moderne Meinungsauffassung, die nun schon so weit von Rudolf Steiner entfernt ist wie ein fremder Planet von der Erde, als ein kritisch moderner Bürger in die Mitte zu stellen.

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  • 21. November 2018 um 15:42
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    Ohne ein kostenloses Probeabo kann ich den Artikel in der SZ nicht lesen. Ich gebe meine Mailadresse mit Absicht nicht überall dort ein, wo mich etwas interessieren könnte. Also habe ich den Artikel auf Seite 3 nicht selbst gelesen, sondern „nur“ die Antwort von Herrn Dr. Richter sowie diese Kommentare und auch alle zu deinem ersten Leserbrief. So bekomme ich doch einen Eindruck vom Stil des Artikels. Ja, ich unterstütze das Laut-Werden und sich zur Wehr setzen gegen beleidigende und unqualifizierte öffentliche Berichte in einer als seriös geltenden Zeitung. Wenn es die BILD wäre, würde ich mich überhaupt nicht darum kümmern, die kann man wirklich nicht für voll nehmen. Auch den Spiegel schon lange nicht mehr! Ich habe selbst einige Passagen in Biografien mit Steiner-Begegnungen gelesen, in denen sich Steiner bitter darüber beklagt, daß er von seinen „Fans“ nicht verteidigt wird gegen die vielen furchtbaren Angriffe, die von so vielen Seiten auf ihn einprasselten. Gegen Angriffe sich zu wehren ist Ehrensache, solange der Angreifende einigermaßen zurechnungsfähig ist. Das bedeutet ja nicht, daß man sich bei jeder Kleinigkeit herumwehrt, doch wenn es um öffentliche Beleidigungen geht, sollte auch ein Rechtsweg erwogen werden. Ich halte es jedenfalls für zu wenig wirksam, das Abo bei der SZ zu kündigen, denn das tut „denen“ ja nicht weh. Einer mehr oder weniger.
    Ein kämpferischer Geist ist sicher im Sinne Michaels, wenn es der Sache dient und aufrichtig und respektvoll bleibt!

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    • 21. November 2018 um 15:42
      Permalink

      Kritiker, Ratgeber und Experten haben wir genug, die brauchen wir aber nicht mehr!
      Es zählen nur die Taten! Wir brauchen mehr Täter auf der Lichtseite!
      Und es fängt an mit der moralischen Phantasie, wonach eine äußerliche Tat
      folgen kann!

      Antworten
  • 21. November 2018 um 15:42
    Permalink

    Der eigentümliche Artikel in der Süddeutschen Zeitung, bei dem wohl unübersehbar ein Zerrgebilde von Rudolf Steiner und seinem Lebenswerk abgegeben wird, ist für den unbefangenen Leser bestens geeignet, eine sogenannte Meinungsbildung zu fördern. Was ist die heutige Meinungsbildung, wie zeigt sie sich? Und wie entwickelt sie sich im Sinne einer Zukunftsvision der Menschheit weiter? In einer demokratischen Gesellschaft sollte die freie Meinung und die Wahrung dieser möglichst geschützt bleiben. Nun wird aber die Meinung mit einem Artikel über Rudolf Steiner gebildet, die an jeder inhaltlichen und sachbezogenen Auseinandersetzung vorbeistrebt. Im einzelnen Menschen erregt sich ein antipathisches Gefühl gegen den Namen Rudolf Steiners und auch gegen seine Schriften.

    Eine erstaunliche Tatsache ist diejenige, dass sich die Meinungsbildung der heutigen modernen Zeit nicht auf einer wirklichen objektiven Informationsbasis mit weiten und verschiedenen Positionen gründet, sondern sich auf Personen stützt, die zu Rudolf Steiner zu negativen Urteilen gekommen sind. Reiner Stach meint, und man kann wohl das Meinen in ganz wörtlichem Sinne nehmen, es wäre das Lebenswerk des Gründers der Anthroposophie durch Emotionen entstanden. Es scheint sich um eine ganz geniale Erkenntnis zu handeln, die man vielleicht in unserer Zeit für viele Meinungsäußerungen nehmen könnte und die man natürlich sehr leicht unreflektiert auf Rudolf Steiner übertragen kann. Der Schreiber des Artikels in der Süddeutschen Zeitung bezieht sich auf Reiner Stach, weil dieser wohl am besten geeignet ist, seine negative Meinung, die nicht sachbezogen, sondern völlig befremdend ist, zu stützen. Wenn die Mode beispielsweise für ein Jacket Schulterpolster einlegt, und den Menschen dadurch in seinen Schultern breiter und monströser erscheinen lässt, als er ist, wirkt diese außerordentlich kontaminierend und bald wird derjenige, der nicht von diesem modernen Zeitphänomen ergriffen wird, auffallen. Mit der Meinungsbildung ist es ähnlich, denn wenn man als der heutige aufgeklärte, informierte und mit freier Meinung begabte Bürger Rudolf Steiner kritisiert, erscheint man zumindest modern und man bewegt sich in der Mode. Die Meinung wird zur Modenshow und die breiten Schultern, gut aufgepolstert im Jacket, könnten fast den Anschein erwecken, als seien sie besonders männlich. Vielleicht könnte man sich aber doch der Anstrengung hingeben und wenigstens einige Zeilen oder vielleicht sogar einen ganzen Absatz von Rudolf Steiner zu lesen und diesen einmal mit dem Denken zu erfassen, so würde man wohl ganz leise in sich ein Gefühl bekommen, dass es sich vielleicht doch gar nicht um die gepriesenen Emotionen handle, und diese nur kurze Disziplin des Lesens einige Aufmerksamkeit und vielleicht sogar wache Anstrengung erfordert. Nun ja, leichter ist es, dem Strom der meinungsbildenden Informationen zu folgen und sicher ist es auch leichter, Rudolf Steiner kurzerhand zu verwerfen. Zumindest braucht man sich dann nicht mehr mit der Disziplin zu denken, zu erforschen und zu erkennen auseinandersetzen, und da man ja eine freie Meinungsbildung in der Demokratie besitzt, lässt sich leicht und schnellfertig diese etablieren. Man könnte aber auch fragen, ob man sich die Mühe jemals gemacht hat, ein Lesen der Aussagen Rudolf Steiners tatsächlich zu praktizieren. Mit der heutigen gewöhnlichen Schulbildung ist das Lesen Allgemeingut geworden und man müsste eigentlich davon ausgehen, dass jeder, der Rudolf Steiner selbst einmal wenigstens mit einigen Absätzen gelesen hat, diese auch wirklich zur Kenntnis genommen hat. Man braucht ja nicht alle 5000 Vorträge von Rudolf Steiner nachlesen, es würde ja bereits genügen, wenn man das Lesen, das heute jeder kann, tatsächlich mit etwas Bewusstsein und nicht nur unbewusst, sondern mit Aufmerksamkeit, objektiver Kenntnisnahme und eben damit mit Bewusstsein anwenden würde. Zumindest wäre man schon einmal so weit gekommen, dass man das Objekt, das man zu seiner Meinung und Meinungsbildung in Betracht zieht, zur Kenntnis führt. Ob diese Kenntnisnahme im Artikel des Journalisten Richter erfolgt ist, muss in großen Zügen in Zweifel gesetzt werden.

    Herzliche Grüße aus Italien

    Heinz Grill

    Antworten
  • 22. November 2018 um 21:50
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    Inzwischen hatte ich Gelegenheit, den Artikel auf Seite 3 nachträglich zu lesen. Das letzte Drittel habe ich allerdings nicht mehr gelesen, denn ein derartig primitiver Verriss ohne jede wirkliche Auseinandersetzung mit Steiners Werken ist es überhaupt nicht wert, von mir zu Ende gelesen zu werden. Jemand, der Lust dazu hat, könnte sich die Ausdrücke in diesem Artikel, die eindeutig diffamierend und beleidigend sind, heraussuchen und eine Klage gegen die SZ einreichen. Wer will das tun? Ein derartiger Artikel hat nämlich mit Meinungsfreiheit nichts mehr zu tun, sondern mit Schadenfreude! Allerdings ist es nicht wirklich neu, daß in den öffentlichen Medien schamlos Unwahrheiten publiziert und Wichtigstes unterschlagen wird.

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