Umweltschützer verstehen sich als solche und als Kämpfer für die Umwelt. Und es ist gut, dass es so viele Menschen gibt, die sich dafür einsetzen. Doch wo ist die Grenze zwischen wirklichem Umweltschutz und blindem „Gutmenschentum“? Die Grenze liegt immer da, wo die Wahrheit ist. Wir müssen lernen, zwischen Ideologie und Wahrheit zu unterscheiden, zwischen echtem Streben nach Wahrheit und Rechthabenwollen aufgrund unserer Ideologie.

Das ist schwer, aber die einzige Grundlage für echten Umweltschutz. Denn wenn wir auch unsere geistige Umwelt mit Lügen, Unwahrheiten, Halbwahrheiten beglücken, betreiben wir geistige Umweltverschmutzung. Und so gibt es hier viel Doppelmoral, indem man so notorisch die Unwahrheit sagende Menschen wie Donald Trump als Negativbeispiel nimmt und sich dabei als den „Guten“ in Bezug zur Wahrheit deklariert.

Die Beispiele aus dem Umweltschutz zeigen, wie sehr hier eine falsche Doppelmoral an den Tag gelegt wird, die man sonst bei der Politik anklagt. Hier haben wir die große Herausforderung für die Zukunft. Ohne das ernsthafte Streben nach Wahrheit wird Umweltschutz auch immer zur Umweltvergiftung führen, materiell ebenso wie geistig. Beispiele zeigen, wie eine einseitige Umweltpolitik die Umwelt zerstört.

  1. Biogas und Ethanol durch Maisanbau: Auf 2,5 Millionen Hektar werden in Deutschland Mais-Monokulturen angebaut, um daraus Energie zu produzieren. Neben Raubbau am Boden zeigt sich, dass auf diesen Flächen  Tierarten keine Chance mehr haben, sich zu entwickeln und so die Artenvielfalt vernichtet wird. Hier wird wahrer Schutz der Umwelt dem Gewinn geopfert, der als „ökologisch“ bezeichnet wird. Nahrungsmittel werden angebaut nicht zum Essen, sondern zum Verbrennen. Gleichzeitig beklagen die Umweltaktivisten auch die Hungerkatastrophen in der Welt.
  2. Windräder und Vogelsterben: Jährlich fallen 12.000 Greifvögel den Windanlagen zum Opfer. Das Vogelsterben vor allem seltener Arten wird hier massiv erhöht. Umweltschutz oder Umweltwahnsinn?
  3. Umweltschutz und Vogelsterben: Die Deutsche Ornithologen-Gesellschaft meinte 2013, dass durch den Anbau von Biomasse für erneuerbare Energien und Windräder fast 50 % aller Vogelarten in ihren Beständen deutlich abgenommen haben.
  4. Windräder und Fledermäuse: Jährlich sterben ca. 240.000 Fledermäuse durch Windräder! Ihre Lungen platzen durch den Druckabfall hinter den Rotoren.

Die Daten stammen aus „Wenn keine Lerche mehr singt“, WAMS, 23.7.2017 Prof. Dr. Fritz Vahrenholt, Vorstand der Deutschen Wildtier Stiftung

Vogelsterben durch Umweltschutz – Doppelmoral der Umweltschützer?
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3 Gedanken zu „Vogelsterben durch Umweltschutz – Doppelmoral der Umweltschützer?

  • 5. September 2017 um 19:05
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    Weil ich selbst seit Jahrzehnten eine ganzheitlich denkende Umweltschützerin bin, bin ich einigermaßen vertraut mit den Denkweisen „der UmweltschützerInnen“. Ich weise hier darauf hin, dass es sehr unterschiedliche Umweltschützer gibt – einerseits solche, wie sie hier oben genannt sind, andererseits genauso viele, die tatsächlich die gesamten Verknüpfungen berücksichtigen und daher niemals polemisch und einseitig agieren, weil sie um die ungeheure Komplexität der Materie wissen…
    Im Allgemeinen fehlt im Umweltschutz der Geist. Nicht die Intelligenz, doch der Geist. Es geht, soweit ich merke, um Materie und Ethik, bezogen auf Tiere, Pflanzen – und manchmal auch um die Erde als Lebensgrundlage selbst.

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    • 6. September 2017 um 10:18
      Permalink

      Liebe Maria, ja danke! Das ist für mich selbstverständlich, dass es solche und solche gibt. Und vielen Dank für den Hinweis auf den fehlenden Geist!

      Antworten

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