In diesen Tagen hat Präsident Trump verkündet, dass die letzten geheimen Akten über den Mord an Kennedy – JFK – freigeben will. Die Frage ist, warum es überhaupt geheime Akten bei einem Mord geben kann, nicht wahr?
Ein Redakteur der SZ – Willy Winkler – hat dazu in der Ausgabe vom 23.10.2017 unter „Für immer Held und Mythos“ geschrieben.

Zwei Dinge fallen dabei auf. Erstens erwähnt er unter den Verschwörungstheorien dazu eine, die wirklich abstrus ist: Bormann und Gehlen und Skorzeny, drei NS-Größen, sollen dafür verantwortlich sein. Mit einer wirklich blödsinnigen Theorie zu argumentieren ist – manipulativ! Ist reine Propaganda. Ist reine Polemik. Schlechter, schlechtester Politikstil. Es wäre schön, wenn nicht nur ich, sondern viele Menschen dem Journalisten Winkler das mitteilen würden. Wer hat Lust?
Auch das ist eine Tat.
Das zweite, was auffällt, ist, dass er den Film von Oliver Stone aus dem Jahre 1991 als ein „verschwörungstheoretisches Machwerk“ bezeichnet. Wieder ein journalistisches Ei. Denn Stone baut auf den Untersuchungen eines Staatsanwaltes auf, der sehr genau recherchiert hat. Aber das interessiert den Journalisten Winkler nicht. Wir wollen ihm aber nicht unterstellen, dass er von möglichen „Verschwörungspraktikern“ beauftragt worden ist, einen solchen journalistischen Einseitigskeitsbrei zu schreiben.

Denn dass JFK nach sachlicher Lage der Dinge auf jeden Fall durch eine inneramerikanische Verschwörung umgebracht worden ist, da gibt es für ernsthafte Rechercheure kaum einen Zweifel mehr. Kennedy war eine Gefahr, vor allem für die CIA, das FBI und die FED. Alle drei wollte er an die Kandare nehmen. Er hatte in seiner „Executive Order 11110“ verkündet, dass auch wieder der amerikanische Staat Dollars wie früher drucken könne. Und er tat  das. Kurze Zeit, nachdem er ermordet worden war, ließ sein Nachfolger Lyndon B. Johnson die bereits gedruckten Dollarnoten wieder einziehen! Warum wohl? Johnson selbst war nachgewiesenermaßen ein Drahtzieher hinter dem Mord! Aber auch das FBI und die CIA waren involviert. Kennedy wollte auch in der CIA aufräumen und sein Vater hatte ihn gewarnt, dass „sie ihn umbringen würden, wenn er das alles tun würde“.

Man sieht den Herausgeber: „Unites States of America“

Bei der üblichen Dollarnote sieht man den damaligen und heutigen – seit 1913  – privaten Herausgeber: die Federal Reserve Bank, FED.

Damit brach Kennedy das Monopol und die gesamte Macht der FED und das konnten sie nicht zulassen.

Aber SZ-Journalist Willi Winkler bringt als drittes wichtiges Bild die schlechten Seiten Kennedys. Das nächste Ablenkungsmanöver. Was haben Tatsachen mit möglichen negativen Charaktereigenschaften zu tun? Wo gibt es denn einen heiligen Politiker? Aber die Vermischung von Tatsache mit Nichttatsachen, um abzulenken, ist eine typische Form der Manipulation. „Bester“ journalistischer Stil, aber nur wenn es einer bestimmten Seite dient, und damit schlechtester Stil. Das ist Journaille und nicht Journalismus. „Lügenpresse“ ist das nicht ganz, aber „Verschwörungspresse“ und „Manipulationspresse“. So deutlich will ich es sagen, weil andere Worte nicht ausreichen. Ich kann nur hoffen, dass der Journalismus in unserem Land sich bessern wird.

Hier ist mein Leserbrief an die SZ, mit dem zusätzlich Hinweis, dass in derselben Ausgabe der SZ von schrecklichen Massenmorden in Belgien in den Jahren 1982-1985 berichtet wurde: „Die Spur des Riesen, haben staatliche Stellen die Täter jahrelang geschützt?“ – genau die Zeit von Gladio und Oktoberfestanschlag -, in dem die These diskutiert wird, dass die Morde inszeniert waren, um eine Rechtsregierung an die Macht zu bringen! Wie passt das nicht alles?:

 

„Für immer Held und Mythos“, 23.10.2017

Sehr geehrte Redaktion, sehr geehrter Herr Winkler,

dass immer noch in einer so seriösen Tageszeitung, die ich seit über 35 Jahren lese, eine solch manipulative journalistische Arbeit erscheint, erschreckt mich.
Nur ein bisschen ernsthafte Recherche sagt jedem klar denkenden Menschen, dass hier eindeutig eine Verschwörung zugrunde liegt.
Ihr Artikel zeigt aber, dass Sie nicht an der Wahrheit interessiert sind, sondern an einem Verriss.
Das ist kein seriöser Journalismus.
Und wenn Sie auch mit der Keule der „Verschwörungstheorien“ arbeiten, so muss ich Sie daran erinnern, dass es auch „Verschwörungspraktiker“ gibt.
Und zwar in Europa und zwar bei den durch unsere NATO gemachten Terroranschlägen durch „GLADIO“ und Konsorten.
Und wenn Sie diese Tatsachen, die durch italienische Gerichte festgestellt wurden, auch als Verschwörungstheorie abtun, muss man schon die Frage stellen, wessen Interessen Sie vertreten.

Vielleicht beginnt die SZ einmal ernsthaft echte Journalistenarbeit zu machen und aufzudecken, was es aufzudecken gibt.

Mit den allerbesten Wünschen für eine gute journalistische Arbeit.

Axel Burkart,
Dipl. Math.

P. S. In Zeiten des Internets soll dieser Leserbrief auch nicht nur an die SZ-Redaktion gehen, sondern auch ins Netz.

JFK-das Rätsel des Mordes an Kennedy, das eines bleiben soll – Gladio und Belgien
Markiert in:             

3 Gedanken zu „JFK-das Rätsel des Mordes an Kennedy, das eines bleiben soll – Gladio und Belgien

  • 26. Oktober 2017 um 14:41
    Permalink

    Danke für Ihre Offenen Worte an die SZ. Es ist leider Tatsache, dass die einseitig Informierten überwiegen und ihre (von jemandem vorgegebene)Meinung hinausposaunen und als ihre Eigene ausgeben. Sie merken die Manipulation gar nicht.
    Man sollte denen die „Philosophie der Freiheit“ ans Herz legen. Aber wie Sie richtig in ihren vorträgen kundtun, fordert „Man“ uns heraus, damit wir daran wachsen und uns unserer Bestimmung klar werden.
    Beste Grüße, bitte weiter so.

    FRANZXAVER

    Antworten
    • 30. Oktober 2017 um 11:26
      Permalink

      Ja, völlig richtig. Und das tue ich in meinem Ganzen Wirken. Sogar mit vielen Seminaren und Vorträgen. Siehe meinen YouTube-Kanal, Vortragsreihe „Freiheit und Mitteleuropa“, Vortrag 2.

      Antworten

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