Sehr geehrte Interessenten,

ich darf mich vorstellen. Und ich werde meine Geschichte ausführlicher erzählen, weil ich denke, dass Vieles darin von Wert sein kann für manch einen Menschen, für manche Sucher. Aber so kann sich auch ein jeder sehr offen ein Bild von mir machen.

Mein Name ist Axel Burkart, Jahrgang 1951, Vater einer Tochter.
Meine Eltern mussten 1953 aus dem Osten fliehen, weil mein Vater als erfolgreicher Unternehmer von den Russen eingesperrt werden sollte. Er musste daher mit 50 DM in der Tasche mit uns nach München fliehen.
Das Tragische daran war, dass er von seinen eigenen Mitarbeitern verpfiffen worden war, weil er für sie Schwarzmarktware besorgt hatte.
Ich bin nach der Wende in meine Geburtsstadt Saalfeld/Saale gefahren, den Betrieb meines Vaters anzuschauen, der immer noch existierte. Was mich damals am meisten faszinierte, war, dass die Firma drei Vollzeitkräfte zum Kohleheizen angestellt hatte. Es wurde dabei klar, warum das „sozialistische Experiment“ im Osten gescheitert war und scheitern musste.

Ich wurde als uneheliches Kind geboren, aber mein Vater adoptierte mich und so trage ich seinen Namen. Meine Mutter musste sich mit Heimarbeit durchschlagen und erst mit 16 Jahren erfuhr ich, warum mein Vater nicht bei uns wohnte, sondern immer nur am Wochenende und in den Ferien mit uns zusammen war: Er war verheiratet! Das ist für einen 16jährigen schon ein gewisses schockierendes Erlebnis. Ich habe mit dann aber mit der Frau meines Vaters sehr gut verstanden. Diese Erfahrungen zeigten aber das Chaos der Kriegs- und Nachkriegsjahre auf.
Mein Vater wurde nie zum Militär eingezogen, weil er Staatenloser war. Warum? Er war in Paris geboren mit einer französischen Mutter und mein Großvater musste nach dem 1. Weltkrieg Frankreich verlassen, woraus sich die Staatenlosigkeit ergab. Meinem Vater bin ich sehr dankbar und ich bewundere ihn, was er geleistet hat. Er hatte zunächst einen Betrieb in Berlin für Damenoberbekleidung mit 300 Angestellten, der dann im Krieg ausgebombt wurde. Er ging nach Thüringen, baute einen neuen Betrieb wieder mit 300 Angestellten auf und musste dann Hals über Kopf fliehen.
In München fasste er das dritte Mal Fuß und baute seinen dritten Betrieb auf. Alle seine Ersparnisse hatte er während des Krieges in Versicherungen angelegt, weshalb nie ein Vermögen entstand, weil diese nach dem Krieg wertlos wurden.
Meiner Mutter bin ich dankbar für das, was sie nach dem Krieg geleistet hat. Als Mutter von zwei Kindern – meine Schwester war von ihrem Ehemann, der kurz nach dem Krieg gestorben war -, musste sie sich die Existenz erkämpfen.
Ich bedenke, was diese Menschen damals alles leisteten und sehe keinerlei Veranlassung, über irgendjemand zu richten, der in jenen schweren Tagen des Dritten Reiches gelebt hat. Denn wie komme ich dazu zu richten, wenn ich nicht weiß, wie ich mich selbst verhalten hätte. Dieses christliche Gebot „Richtet nicht, auf dass ihr nicht gerichtet werdet“, ist für mich eine Realität.

Ich bin zunächst in Giesing aufgewachsen, der Heimat Franz Beckenbauers, und in der nächsten Umgebung des berühmten 60er-Stadions und dem Gefängnis Stadelheim. Später wuchs ich im Süden München auf und machte mein Abitur im naturwissenschaftlichen Erasmus-Grasser-Gymnasium mit dem Abiturdurchschnitt von 1,7. Ich sehe darin keine so großartige Leistung, vor allem auch weil ich zusätzlich in Musik und Kunsterziehung eine 1 bekommen hatte, obwohl ich weder Zeichnen noch Singen, noch ein Musikinstrument spielen konnte. Ich hatte diese Noten für rein intellektuelle Leistungen bekommen, was ich einfach als falsch empfinde und worin ich die Einseitigkeit unseres Bildungswesens sehe.

Ich studierte dann an der Technischen Universität (TU) München Mathematik und Informatik und beendete dieses Studium als Diplom Mathematiker und Diplom Informatiker. Auch mein Diplom beendete ich mit 1,7.
Für alle Schüler und Eltern möchte ich hier anmerken, dass ich bis zur 10. Klasse in Mathematik eine 4 hatte und im Abitur eine 1! Der Grund lag offensichtlich in der Infinitesimalrechnung, denn damit eröffnete sich eine völlig neue faszinierende Mathematik, deren Geheimnis ich erst später enträtseln konnte.
Für mich waren während des Studiums der Mathematik zwei Erlebnisse entscheidend. Erstens erlebte ich – vor allem nach dem Vordiplom – die Mathematik als eine wunderbare, faszinierende Welt. Leider wird diese Faszination der Mathematik und ihr großes Geheimnis den Schülern heute auf den Schulen kaum nahegebracht. Es ist kein Wunder, dass die Schüler Mathematik als Negativerlebnis verbuchen. Denn die Faszination der Mathematik liegt in ihrer Eroberung durch unseren Geist und nicht im Auswendiglernen von Formeln, um Aufgaben gut rechnen zu können. Ein eigentliches Geheimnis der Mathematik liegt nämlich auch darin, dass sie eine wunderbare Schulung unseres denkerischen Geistes für das ganze Leben ist. Ich könnte das, was ich heute tue, nicht ohne dieses Studium tun, auch wenn es nichts mit Mathematik zu tun hat.

Das zweite Ereignis fand im Jahr 1974 statt. Das war jene Zeit, in der die Beatles noch lebendig berühmt waren und mit einem indischen Guru Meditation betrieben, dem Maharishi Mahesh Yogi und seiner Transzendentalen Meditation.
Im Jahr 1974 empfiehl mir ein Studienkollege Meditation für ein „erweitertes Bewusstsein“. Davon hatte ich mit meinen 23 Jahren noch nie etwas gehört. So hörte ich mir einen Vortrag an und war sofort begeistert – von der Vortragenden. Denn sie wurde vom Publikum angegiftet und wie sie reagierte, mit welcher Gelassenheit und Ruhe, führte sofort zu dem Impuls: „Das will ich auch haben, was sie hat!“
Zu jener Zeit war die Transzendentale Meditation in aller Munde, heute kennt sie praktisch niemand mehr, sie ist in der Versenkung verschwunden. Der Grund ist mir heute völlig klar.
In der Woche darauf ließ ich mich auf das Experiment ein und erlernte TM. Die traditionelle rituelle Einführung war für auch völlig neu, aber es passierte an diesem und am folgenden Tag etwas, was mein Leben radikal veränderte und dafür bin ich sehr dankbar. Denn ich erlebte das erste Mal in meinem Leben etwas, von dem ich noch nie gehört hatte, auch nicht in meinem evangelischen Religionsunterricht: die reale geistige Welt.
Von dem Tag an wusste ich, dass mir in meinem Leben bis dahin von meiner Gesellschaft, meinen Eltern, Lehrern, Pfarrern und Professoren etwas vorenthalten worden war, wovon sie aber offensichtlich auch nichts wussten: die  geistige Welt hinter den Kulisse der Materie.
Die Erfahrungen, die ich mit der Meditation machte, waren so einschlagend, dass nach wenigen Tagen sofort der Entschluss feststand: „Ich werde Meditationslehrer. Ich muss dieses Wissen alles haben und muss das weitergeben.“
Und auf den Tag genau nach zwei Jahren hatte ich dieses Ziel auch erreicht. In den Bergen von Avoriaz in Frankreich schlug mich der Maharishi zum TM-Lehrer. Dazwischen lagen zwei Jahre Schulung, zum Schluss drei Monate in einem Block in diesen Bergen mit bis zu acht Mal Meditation und Yoga und etwa 500 Videos.
Das Video-Material beinhaltete damals im Jahre 1976 bereits Vorträge von amerikanischen Professoren über „Quantenphysik und Bewusstsein“! Ich machte damals simultane Video-Übersetzungen für Lernpublikum, was meinem Englisch auch gut tat.

Ein wichtiges Erlebnis auf diesem Kurs war die Macht unseres Geistes über den Körper. Am Tag nach meiner Weihe konnte ich plötzlich ohne jeden Schmerz im Lotos-Sitz sitzen, während am Tag vorher der Körper überall weh getan hatte. Das innere Erlebnis hatte meinen Körper völlig massiv verändert.

Ich bin dem Maharishi dankbar für das, was ich durch ihn lernen und erfahren durfte, auch wenn ich bald eine immer kritischere Haltung einnahm. Aber dadurch wurde ich eingeführt in die geistige Welt, in das Wissen um Karma und Wiedergeburt und die Idee einer kosmischen Evolution von Verkörperungen – Manvantaras – und Entkörperungen – Pralayas – von Sternen und Galaxien. Die alte vedische Schau der indischen Seher, der „Rishis“ drang in mein Leben ein und im Jahre 1976 gab ich selber als frisch gebackener TM-Lehrer mein erstes Seminar mit über 30 Teilnehmern in einem Kloster in Bayern – über die Yugas, die Zeitalter der indischen Seher. Heute – Im Jahr 2017 – blicke ich also zurück auf 41 Jahre Seminarerfahrung.

Nach meiner Weihe als Meditationslehrer wollte ich natürlich die Welt „erleuchten“. Das geht auch noch gut mit 25 Jahren. Nach drei „heiligen“ Monaten mit unglaublichen Erfahrungen in den Bergen, in der Abgeschiedenheit, in einer Welt nur der Meditation und des Wissens um Erleuchtung, des Yoga, der vegetarischen Ernährung mit 200 anderen Kollegen aus der ganzen Welt, kam ich zurück in die reale andere Welt und musste bald erleben, dass diese Welt doch ganz anders dachte als ich.
Aber ich organisierte meinen ersten Vortrag, mit Presseartikel, Verteilung von Handzetteln in Tausende von Briefkästen – ich wohnte damals in Fürstenried im Süden Münchens -, und es kamen über 100 Teilnehmer! So hielt ich meinen ersten öffentlichen Vortrag in meinem Leben und gleich vor einem großen Publikum. Aus diesem Erfolg ergab sich auch meine erste Meditationsgruppe und die Lösung der Frage, ob die Meditation auch bei den Menschen funktionieren würde, die ich „einweihte“ oder „einführte“. Ja, es gelang und so begann eine kleine Karriere als Meditationslehrer.

Diese zweite Erfahrung während meines Studiums war verbunden mit einer praktischen Erfahrung: Ich musste immer weniger lernen, um den Stoff des Studiums zu meistern. Es war schon verblüffend, dass ich im Hauptdiplom die letzte Prüfung erst eine Woche vor dem Termin begann zu lernen. Die Meditation hatte ganz offensichtlich die Wirkung der Stärkung eines ganz klaren Denkens. EEG-Kohärzmessungen hatten das damals bereits bestätigt.

Wenn jemand Erfahrungen mit der geistigen Welt als eine reale Welt macht, braucht ihm kein Professor oder sonstiger Naturwissenschaftler erzählen, diese geistige Welt sei eine Einbildung und es gäbe sie nicht. Ich selbst bin Wissenschaftler durch und durch und empfinde diese Haltung seit Langem schon als eine allerhöchste Arroganz und Ignoranz. Ich habe in meinen Büchern auch wissenschaftlich aufgezeigt, warum eine solche Haltung völlig unwissenschaftlich ist. Leider ist der Mainstream in der Wissenschaft heute immer noch geprägt von dieser Ignoranz, die aber langsam bröckelt. Mir war diese Haltung im Jahre 1974 bereits ad absurdum geführt worden.

Diese Erfahrungen während meines Studiums haben mich dazu geführt, dass ich diese Thematik heute als meine hauptberufliche Beschäftigung habe.

Es folgten zwei unglaublich faszinierende und spannende Jahre mit neuen Höhepunkten. Denn der Maharishi hatte aus seiner vedischen Zauberkiste etwas Neues ausgepackt: die Siddhis des Yoga Patanjali. Dazu muss man sagen, dass der „Yoga“ Im Prinzip durch Patanjali ins Leben gerufen wurde und dass das, was man heute unter Yoga versteht, mit dem wahren, uralten Yoga nur noch wenig gemeinsam hat. Aber das kann ein jeder für sich selbst herausfinden.
Die „Siddhis“ sind die „übernatürlichen Fähigkeiten“, wie z. B. „durch die Wand gehen“, „unsichtbar werden“ oder „levitieren“. Damals kursierten die Gerüchte, dass die erfahreneren TM-Lehrer auf so genannten „6-Monats-Kursen“ diese Fähigkeiten entwickelt hätten. Wir waren damals ganz heiß darauf, das auch zu erlernen. Ich musste da noch zwei Jahre warten – wieder dieser Rhythmus -, das Studium musste beendet werden. Im Jahre 1978 war es dann so weit. Ich erlernte die Siddhis und das Staunen wuchs und die Erfahrungen auch. Es waren einige Erfahrungen, die sehr faszinierend waren im praktischen Sinne. Wir lernten die Siddhis ja nicht wegen der Fähigkeiten selbst, das sollte nicht sein, sondern weil dadurch eine weitere Geist-Körper-Koordination bewirkt wurde. Denn ein Körper kann schwer fliegen, wenn er krank ist. Also dienten diese Techniken der Gesundung.

Tatsache wurde für mich, dass das, was in diesen alten „Sutras“ stand, das sind die mantrischen Formeln des Maharishi Patanjali, funktionierte! Natürlich nicht in der Vollkommenheit, wie es dort stand, aber gerade die Levitationstechnik – wir gingen damals als die „fliegenden Yogis“ durch die Presse und ich war unter ihnen -, funktionierte erstaunlich.
Für mich aber was es ein weiter und spannender Weg, bis sich mein Körper erstmals in die Luft erhob – nicht schwebend, sondern hüpfend! Denn in den alten Schriften stand genau das: Der Yogi beschreibt, dass der Körper zuerst vibriert, wir würden heute sagen wie ein Hubschrauber und dann hüpft wie ein Frosch, sich später in die Lüfte erhebt und dann zu den Sternen fliegt. Uns war klar, dass die Levitation in den ferneren Stadien wohl kaum zu erreichen ist, weil die heutige materialistische Atmosphäre das wohl nicht zulässt. Aber die ersten beiden Stadien erlebten wir und wie!
Als ich das den Kurs absolvierte mit diesem „Flugsutra“ passierte – gar nichts! Ich erlebte zwar, wie meine Kollegen um mich herum das Keuchen und Hüpfen begannen – wir übten in Räumen mit dicken Schaumstoffmatten! -, aber bei mir tat sich nichts. Eines Tages aber kam ein wunderbares Erlebnis. Ich spürte, wie mein Körper sich begann, von unten herauf aufzulösen. Es war faszinierend, so als ob ich innerlich unsichtbar werden würde. „Jetzt geht es los“, war meine freudige Erwartung. Das ging bis zum Nabelbereich, hörte plötzlich auf und am nächsten Tag wurde ich krank. Ganz offensichtlich gab es eine massive Blockade in dem Bereich.
Die Krankheit entpuppte sich als eine chronische Appetitlosigkeit, von der ich mich lange nicht erholte. Meine Mutter war natürlich erschrocken, als ich zurückkam mit 50 kg Gewicht. Ich war gewissermaßen nur noch Haut und Knochen, Gefahren einer spirituellen Technik. Zum Glück fand ich einen Arzt, der mich da herausholte. Glück nennen wir das im Westen, Karma im Spirituellen. Und als ich mich einigermaßen erholt hatte stieg ich in meinen ersten Job bei Siemens in der EDV ein. Ich nahm mir zum ersten Mal in meinem Leben eine eigene Wohnung und nach 6 Monaten – kündigte ich. Warum? Der Meister hatte gerufen. Wieder hatte die fernöstliche Versuchung zugeschlagen. Maharishi hatte damals die „Weltregierung des Zeitalters der Erleuchtung“ ausgerufen, eine Regierung des Bewusstseins. Und ich hatte die „Ehre“ dabei sein zu dürfen. Denn zur Voraussetzung als Mitglieder dieser „Weltregierung“ musste man TM-Lehrer sein und Absolvent der Siddhi-Kurse. Und so wurde ich Mitglied der bayerischen „Weltregierung“. Ein Jux? Nein, damals nahmen wir das ernst, denn wir wussten, dass Bewusstsein die Welt regiert. Doch die Welt zu regieren, indem man meditiert und levitiert ist schon eine spannende Sicht und grenzt an Magie, die heutzutage abzulehnen ist. Vor allem wird auch mit einem Machtimpuls gespielt, auf den Viele hereingefallen sind. Nun, ich war 27 Jahre alt und aus heutiger geisteswissenschaftlicher Sicht gerade einmal am Beginn der Verstandesseelenentwicklung. Sturm-und-Drang-Zeit. Da gehört das dazu. Die einen waren in der Flower Power-Bewegung, wir in einer spirituellen.

Und so entschied ich mich, meinen Job wieder zu kündigen und für den Meister zu wirken. Das führte dazu, dass ich mich plötzlich wenige Monate später in der Schweiz in seinem Zentrum über der Rütliwiese am wunderschönen Vierwaldstättersee wiederfand und in einer kleiner technischen Gruppe mit Maharishi persönlich zusammenarbeitete. Ich bezeichne das heute immer als meine „heilige Zeit“, weil ich sieben Jahre absolut streng vegetarisch lebte und ohne einen Tropfen Alkohol, geschweige denn Drogen. Denn wir wussten, dass unsere spirituelle Entwicklung dadurch gefährdet war und das ging uns über alles.

Was mich überzeugt hatte, dass ich die richtige Entscheidung getroffen hatte, hing mit der Levitation zusammen. Ich sagte, dass sie funktioniert. Aber bis zu meiner Entscheidung zu kündigen hatte sich bei den Übungen nichts getan! Ich saß immer noch wie festgenagelt, während meine Kollegen auf den Matten durch den Raum hüpften. Wie gesagt, an Schweben ist nicht zu denken. Aber dieses Hüpfen funktioniert nicht mit Muskelkraft, nicht alleine. Es geht anders. Das Sutra wirkt auf der geistigen Ebene und gibt ein Bild in den Körper. Und wenn die Kommunikation funktioniert, dann folgt der Körper diesem Impuls. Es ist, wie wenn man Helium in einen Ballon pumpt. Er steigt einfach nach oben. Und so geschieht es mit dem Körper, wenn man „Akasha“, das ist Äthersubstanz in der Geisteswissenschaft, in den physischen Körper bringt. Man spricht in der Geisteswissenschaft heute von „Leichtekraft“, die Kraft, die in der Esoterik auch als „Vril“ bekannt ist und so auch den meisten Ufologen. Denn Antischwerkraftantriebe funktionieren auch über diese Kräfte. Und die berühmte „Raumkraft“ von Schappeller und anderen ist dasselbe.
Mein Erleben war: Ich hatte mit entschlossen zu kündigen, setzte mich zu Hause auf mein Sofa, machte die Levitationsübung und – plötzlich  begann mein Körper zu vibrieren und Impulse zu geben, in die Höhe zu springen. Ich hatte das nicht erwartet und plötzlich war es da! Wieder hatte ich die Erfahrung gemacht, dass der Geist über dem Körper steht. Und einen Tag später in den „Flugräumen“ unseres Lehrinstitutes in München hob mein Körper das erste Mal ab. Völlig mühelos und im Lotos-Sitz hüpfte ich durch den Raum und es war beglückend!
Und ich weiß, dass das nicht mit Muskelkraft alleine möglich war. Denn später hüpfte ich in langen Hallen im Kreis viele, viele Male und war hinterher kein bisschen erschöpft. Und so kam ich in die Schweiz in Maharishis „Ashram“, bestehend aus zwei wunderbaren alten Hotels in Seelisberg.

In diesen zwei Jahren erlebte ich viel Wundersames und machte drei weitere entscheidende Erfahrungen. Die erste war das Erleben von Glückseligkeit. Und seitdem weiß ich, dass das unser Ziel ist, wir es aber noch nicht aushalten, bzw. unser Körper. Glückseligkeit ist wie Feuer und verbrennt uns, wenn wir nicht dafür vorbereitet sind. Aber ich weiß seitdem, wie wunderbar das ist, was auf uns noch wartet. Das Zweite war das Erleben der „Schwelle“, wie wir das heute sagen in der Geisteswissenschaft, den bewussten Übergang zur geistigen Welt, den „Abgrund“, wie ihn die Eingeweihten immer genannt haben und nennen. Und das Dritte war die Erkenntnis, dass ich gehen musste, dass das nicht mehr meine Welt war und dass die Welt, die sich mir parallel dazu aufgetan hatte, meine zukünftige sein würde.
Die TM und die Erfahrungen in einer fernöstlichen spirituellen Bewegung mit einem Yogi und Rishi, einem Guru an der Spitze, die Praxis des wahren geistigen Yogas, die inneren Erfahrungen hatten nicht ausgereicht, etwas anderes zu stillen: wissenschaftliche Erkenntnis und ein Verstehen des Christus und der Liebe. Dies hatte ich woanders gefunden und die Begrenzungen der Erkenntnisfähigkeit der alten Lehren für einen mathematisch-wissenschaftlichen Geist wie mich hatten mich woanders hingeführt: zu Rudolf Steiner.

Es war wohl im Jahre 1977 als ich wieder in der Stadtbibliothek in Fürstenried stöberte – ich hatte mittlerweile kiloweise Literatur von Yogananda, Elisabeth Haich und vielen anderen spirituellen Autoren gelesen und auch begonnen, in der Bibel zu lesen. Langsam dämmerte mir, dass da im Neuen Testament alles stimmte, was darin stand und sehr tief ging. Aber ich konnte es noch nicht fassen. Von Karma stand auch nichts drin und von Weltenzyklen auch nichts, aber ich wusste, dass es das gab. Aber das alte Wissen der Veda – ich war mittlerweile auch zertifizierter „Lehrer für Vedische Wissenschaft“ geworden -, gab mir nicht mehr wirklich Antworten.
Bei dem Stöbern fiel mir ein Buch in die Hände von einem gewissen „Steiner“, „Rudolf Steiner“ mit dem Titel „Geheimwissenschaft im Umriß“. Das klang natürlich interessant, ich hatte noch nie von ihm gehört, und so nahm ich es mit. Was dann geschah war etwas wie eine große Erleuchtung. Ich hatte so viel von Erleuchtung gehört und selber Seminare dazu gegeben. Nun aber tauchte jemand auf, der anscheinend eine kosmische Schau hatte wie nur die Rishis vor Tausenden von Jahren. Da tauchte ein Deutscher, ein Österreicher in Europa auf, im Westen, der das wirkliche spirituelle Wissen enthüllte. Im Westen. Ich hatte ja gedacht, wie so viele zu jener Zeit und auch heute noch, dass das spirituelle Wissen nur im Osten, im Veda zu finden sein – was für ein Irrtum!
Da sprach dieser Steiner von den Inkarnationen unserer Erde! Das war ein Paukenschlag und mein spiritueller Hochmut als TM-Lehrer bekam einen großen, glücklichen Dämpfer. Ich bemerkte, dass ich keine wirkliche Ahnung hatte, kein echtes Wissen im wissenschaftlichen Sinn. Mit Steiner kam dieser Sinn. Und mit Steiner kam das zweite, was mir völlig gefehlt hatte: der Christus.

Aus dem Veda heraus gab es keine Möglichkeit, die Welt wirklich zu verstehen. Es war ein überliefertes Wissen aus einer uralten geistigen Schau, höchst kosmisch und tiefgründig, und es wirkte, wenn man die vedischen Rezitationen hörte von den Pundits. Aber es gab einem kein wirkliches Verstehen, vor allem nicht über das wichtigste Ereignis in der Geschichte der Menschheit: das Mysterium von Golgatha. Man muss sich bewusst sein, dass der Veda Wissen aus uralter geistiger Schau ist, aber in Bildern beschrieben, die kein Mensch ohne Erklärung verstehen kann. Auch der Maharishi gab keine wirklichen Erklärungen, Erklärungen in einem Sinn, der unseren modernen wissenschaftlichen Geist befriedigt. Sein Wissen blieb weiterhin abstrakt. Da gab es kein konkretes Verstehen wie bei Steiner, der minutiös aus seiner geistigen Schau über die vier großen Inkarnationen unseres Sonnensystems berichtete. Und sein Bericht war wissenschaftlich. Sein Werk und seine Sprache waren Wissenschaft, aber es war eine neue Wissenschaft, eine völlig neue. Und diese müssen wir erst erlernen. Ich nenne sie auch „Spirituelle Wissenschaft“. Er nannte sie „Geisteswissenschaft“ und dann vor allem „Anthroposophie“, Weisheit über den geistigen Kosmos aus Menschensicht.

Seit dieser Zeit, also seit 40 Jahren begleitet mich Rudolf Steiner, wie so viele Menschen. Zunächst studierte ich ihn für mich, dann kam die Zeit, da wir eine Waldorfinitiative kennenlernten, weil wir nach Schondorf am Ammersee gezogen waren. Meine Tochter war unterwegs und wir wollten aus der Großstadt heraus. Mein Karma führte mit dorthin, das ist nach so vielen Jahren ganz eindeutig. Ich lernte die Waldorfpädagogik kennen und erlebte – dass die Anthroposophen fürchterlich untereinander stritten. Das war schon erstaunlich, denn man könnte meinen, das Gegenteil müsste der Fall sein. Aber wenn man tiefer in die Anthroposophie einsteigt, wird klar, dass sie auch sehr unangenehm wird, wenn man sie falsch versteht und falsch anwendet.
Die Initiative war am Zerbrechen aufgrund der Streitereien und ich wollte helfen. Schließlich sollte auch unsere Tochter eines Tages in einen Waldorfkindergarten gehen und eine Waldorfschule. Also stellte ich mich für den Vorstand zur Wahl und wurde gewählt. Ein erster Schritt vorher war noch, dass ich den Vorstand informierte, dass ich TM-Lehrer war und ich wusste, dass die TM von den Anthroposophen abgelehnt wurde – und übrigens auch die Anthroposophie von den TM-Leuten. In der TM-Bewegung hatte ich über die Jahre den Sektencharakter miterlebt, er unterschwellig überall zu finden war. Man entschloss sich bei den Aktiven, in Dornach – der Zentrale der Anthroposophen – nachzufragen, ob es möglich sei, dass ich als TM-Lehrer in den Vorstand gehen könnte. Alleine schon die Nachfrage zeigt, dass auch hier ein gewisser Charakter herrschte, der mir sehr vertraut vorkam. Aber ich wollte ja Klarheit haben. Die Antwort aus Dornach lautete: das geht nicht. Ja, so ist der Umgang mit der Freiheit, wie sie Steiner so brillant beschrieb, nicht so einfach. Das Gute war, die Initiative setzte sich darüber hinweg und entschied sich gegen die „Anweisung“ aus Dornach. Letztlich siegte also doch der Freiheitsimpuls der Menschen. Aber ich erlebte wieder, wie schwer sich spirituelle Bewegungen tun im Umgang mit der Freiheit.
Das Ergebnis war, dass genau zwei Jahre später, am Ende meiner Vorstandstätigkeit, die Schule gegründet wurde. Ich hatte wohl wesentlich durch mein Engagement beigetragen, die Wogen zu glätten, zu integrieren, die Streitereien zu beenden und die Gründung zu ermöglichen. So gibt es heute die Rudolf Steiner Schule in Landsberg am Lech, über die vor kurzen ein wunderbarer Film im Bayerischen Fernsehen gezeigt wurde, was mich natürlich erfreute.
Was mich damals nicht erfreute war, was später in der Schule geschah. Ich erlebte, gerade auch in der Zeit, als meine Tochter in die Schule ging, eine ziemliche Dogmatik und auch sehr starke Konfliktscheu. Ich will das nicht näher ausführen, aber eine Waldorfschule bedeutet noch nicht, dass wirklich optimale Waldorfpädagogik betrieben wird. Aber das ist von Schule zu Schule unterschiedlich. Rudolf Steiner meinte im Jahr 1921 oder 1922, dass wohl die erste Schule, die er gründete – in Stuttgart – die einzige bleiben würde. Warum? Weil er aufzeigte, dass Lehrer, die durch die Staatschulbildung laufen, im Grunde bereits nicht mehr Waldorfpädagogen werden können, weil sie mehr oder weniger verbildet sind durch eine materialistisch-intellektuelle Lehrerausbildung. Ich denke, dass sich seine Prophezeihung in großen Teilen erfüllt hat. Aber das müssen die einzelnen Schulen wohl selber an sich reflektierend prüfen. Die Bemühungen sind groß, die Hürden ebenso.

Diese zwei Jahre waren für mich eine schwere Zeit, denn ich war hauptberuflich in München tätig und meine Tätigkeit dort war bei dem Engagement nicht einfach zu erfüllen. Denn Engagement in Waldorfkreisen erfordert viel Zeit. So kandidierte ich auch nicht wieder für den Vorstand, die Aufgabe war erledigt und ich spürte auch, dass neue Personen nachkamen, die wohl eher Anthroposophen waren wie ich und das fühlte sich für mich auch viel schwieriger an.

In den Jahren 1980 bis 1989 arbeitete ich bei einem renommierten Unternehmen in München, Giesecke & Devrient, und erlebte dabei die ganz klassische Geschäftswelt. Angefangen in der Programmierung als Informatiker, später tätig in einer strategischen Stabsstelle und dann im Vertrieb und Produktmanagement, lernte ich die weite Welt der Banken, der Geldscheine, der automatischen Bearbeitung von Banknoten und dann den Bereich der Kryptographie und Sicherheit des elektronischen Zahlungsverkehrs kennen. Unsere Kunden waren die vor allem die Nationalbanken, denn wir entwickelten in der technisch orientierten Tochter vollautomatische Banknotensysteme. In diesem Bereich stiegen wir zum Weltmarktführer auf. Meine Aufgabe war die Programmierung der Zentralsteuerung der Sensoren. Faszinierend war dabei zu sehen, dass wir die Ausschreibung der amerikanischen FED gewannen, weil weder Amerikaner noch Japaner in der Lage waren, diese komplexe Maschine zu entwickeln. Es wurde klar, dass deutsches technisches Know How doch noch einzigartig in der Welt war.

Faszinierend für mich war dabei der Chef und Inhaber des Unternehmens: Siegfried Otto, der nur „Banknotendrucker Otto“ genannt wurde. Höchst interessant war diese Person, weil er einer der großen Visionäre und Patriarchen war, der ein Unternehmen nach dem Krieg aus Leipzig kommend in München wieder groß machte und dabei eine Vision hatte, die er konsequent bis zum letzten Erfolg und oft einsam durchzog. Der Erfolg gab ihm Recht. Ich durfte hier noch einen Unternehmer-Patriarchen erleben, der letztlich Tausende von hochqualifizierten Arbeitsplätzen schuf, die auch heute noch existieren und über Jahrzehnte vielen Mensch Arbeit und Brot und auch persönliche Entwicklung gab. Und er stand hinter seinen Mitarbeitern, sein Unternehmen war seine große Familie. Und so erlebte ich, was es heißt, ein echter Unternehmer zu sein und wie wertvoll solche Unternehmer für unsere Gesellschaft sind, welche Schwächen sie auch sonst immer haben. Aber das Schaffen Tausender von Arbeitsplätzen ist eine hohe soziale Tätigkeit. Daher ist jedes agitatorische, klassenkämpferische Denken immer sehr einseitig.
Ich konnte das auch hautnah miterleben, etwa wenn er über die Gewerkschafter in seinem Unternehmen fluchte, denn jener Siegfried Otto war auch mein Onkel. Das war verständlich aus seiner Sicht, denn er war unermüdlich mit großem Erfolg weltweit unterwegs, Aufträge hereinzuholen und so die Arbeitsplätze zu sichern. Sicher hatte er auch seine Schwächen, die sich zu seinem Lebensende noch zeigten, aber meine Hochachtung gilt solchen Menschen, die ein solches Werk für unsere Gesellschaft schaffen. Das wird meist zu wenig gewürdigt. Unterscheiden müssen wir dabei auch immer zwischen Familienunternehmen, in denen die Eigentümer auch persönlich haften, wie es bei meinem Onkel der Fall war, und anonymen Kapitalgesellschaften.

Nach neun Jahren aber war schicksalsmäßig die Zeit gekommen, da ich mich aus einem gesicherten Angestelltenverhältnis mit einem hohen Einkommen verabschieden musste. Die Seele rief nach Selbständigkeit und so bin ich seit dem Jahr 1989 selbständig. Meine Familie, vor allem auch mein Onkel, konnte nicht verstehen, warum ich eine solch gesicherte Position aufgab. Doch der innere Ruf des Schicksals war stärker als solche Gedanken nach Sicherheit. Wäre ich geblieben, könnte ich auch das, was ich heute tue, nicht tun. Das wäre an mir vorüber gegangen. Und so zeigt sich nach Jahren für mich die Richtigkeit der Entscheidung. Ich verzichtete sogar auf meine Firmenrente, die ich bekommen hätte, wenn ich noch ein Jahr geblieben wäre. Es ist schon spannend, wie einen das Leben so an der Hand nimmt und führt, vor allem, wenn man dann erkennt, dass es das ist, was wir „Karma“ nennen und dass wir vor unserer Geburt uns diesen Lebensplan so ausgesucht haben. Das versöhnt ungemein mit dem Leben.

Diese Entscheidung für die Selbständigkeit führte auch dazu, dass ich heute, im Jahr 2017 mit 65 Jahren auf eine Zukunft beruflicher Tätigkeit bis zum Lebensende blicken werde, ohne ein Rentnerdasein. Denn dafür habe ich noch viel zu viel zu tun und der Welt hoffentlich zu geben. Ein Rentnerdasein ist für mich völlig undenkbar.